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Oelsberg

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Oelsberg

Oelsberg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.
Bevölkerung: 537 (31.11. 2016)
Fläche: 4,02 km²

Historie

Oelsberg liegt in der zwischen Rhein-Lahn-Aar und Wisper gelegenen einstigen Einrichgrafschaft, die um 1160 je zur Hälfte an die Grafen von Nassau und von Katzenelnbogen kam. Beide Häuser teilten ihr Herrschaftsgebiet Mitte des 13. Jahrhunderts an jeweils zwei regierende Linien, so dass aus dem Rest der Grafschaft mit Oelsberg das Vierherrengericht wurde, das Gebiet also vier Herren unterstand.

In dem um 1260 geschlossenen Teilungsvertrag der Brüder Diether und Eberhard von Katzenelnbogen, nach deren Geschlecht die Niedergrafschaft benannte wurde, ist Oelsberg unter dem Namen Ulsbure erstmals urkundlich erwähnt.

Mit dem Tode des Grafen Philipp II als letzter im katzenelnbogischen Mannesstamme kam die Niedergrafschaft 1479 über die Erbtochter Anna an den Landgrafen Heinrich III von Hessen.

Die Niedergrafschaft mit dem seit mindestens 1530 ausschließlich unter hessischem Einfluss stehenden Oelsberg stand ab 1567 unter der Landeshoheit von Hessen-Rheinfels, ab 1583 von Hessen-Kassel, ab 1626 von Hessen-Darmstadt und kam 1647 unter kasselischer Oberhoheit an die Nebenlinie Hessen-Rheinfels-Rothenburg.
In der napoleonischen Zeit war die Niedergrafschaft Katzenelnbogen von Ende 1806 bis Ende 1813 Frankreich unterstellt und kam dann 1816 im Landaustausch zum Herzogtum Nassau. Das Herzogtum Nassau als Verbündeter Österreichs fiel 1866 an das siegreiche Preußen.
Nach dem Untergang Preußens und der Neugliederung Nachkriegsdeutschlands kam Oelsberg mit den von den Franzosen besetzten rechtsrheinischen Gebieten zum neugeschaffenen Land Rheinland-Pfalz.

Zum 750-jährigen Jubiläum - der ersten urkundlichen Erwähnung - ist eine ausführliche Chronik der Gemeinde Oelsberg erschienen.